Sonntag, 10. April 2011 | Felix | Permalink

Das Hornstrauch Projekt, Teil 2: Lakes Course

Den ersten Teil haben wir am Donnerstag veröffentlicht, heute gibt es die Namen für die 18 Bahnen auf dem Lakes Course in Schloss Lüdersburg. Ein kompaktes PDF mit allen 36 Namen gibt es übrigens drüben auf den Seiten der Student Masters.

Das Hornstrauch Projekt: Teil 2, Titel

Teil 2: LAKES COURSE

1
Eple
Par 4, Handicap 11
Länge von gelb: 355 m
Länge von rot: 303 m

Bei den Student Masters ist das ja eigentlich kein erster Abschlag, schließlich hat man gestern schon eine ganze Runde auf dem Old Course gespielt. Man ist also eingegroovt. Entsprechend haben wir uns hier für den Namen eines Soundtracks für dieses schöne Par 4 entscheiden und wir finden, Eple von Röyksopp ist genau das richtige Lied für diese Bahn.

2
Koiran Jalka
Par 5, Handicap 5
Länge von gelb: 500 m
Länge von rot: 447 m

Die Finnen unter euch werden jetzt entweder lachend am Boden liegen oder unsere Fremdsprachenkompetenz in Frage stellen, je nach Humor. Übrigens, ins Deutsche lässt sich Dogleg auch nicht so richtig seriös übersetzen.

3
Sylvia
Par 3, Handicap 17
Länge von gelb: 188 m
Länge von rot: 133 m

Im Golfsport werden Dinge gerne nach Präsidenten benannt. Der Eisenhower Tree in Augusta National, der Walker Cup, Bahn 17 im Golf-Club Konstanz und so weiter. Wir finden das etwas uninspiriert. Deshalb benennen wir Bahn 3 nicht nach dem Präsidenten unserer geschätzten Universität, Sascha Spoun, sondern nach der lieben Kollegin aus seinem Sekretariat. Und weil es bei uns nicht so förmlich zugeht, sind wir auch gleich mal per du.

4
Celeste
Par 4, Handicap 1
Länge von gelb: 424 m
Länge von rot: 358 m

Zuerst kam der Name, dann die Suche nach einer Verbindung. Es gibt eine Pornodarstellerin mit dem Namen, David hingegen dachte natürlich sofort an die Schriftart FF Celeste von Christopher Burke. Es ist aber viel einfacher. Celeste ist Spanisch und bedeutet himmlisch.

5
Dumbo
Par 3, Handicap 13
Länge von gelb: 157 m
Länge von rot: 145 m

Australien ist ein Hundekopf. Italien ist ein Stiefel. Und wer eine Euromünze zur Hand hat kann ja mal schauen was Norwegen, Schweden und Dänemark sind. Das Wasserhindernis an diesem Par 3 ist auf jeden Fall ein Elefantenkopf.

6
Spinal Tap
Par 4, Handicap 15
Länge von gelb: 333 m
Länge von rot: 304 m

So richtig konnten wir den Charakter dieser Bahn nicht auf den Punkt bringen. Wir lieben sie sehr, aber mit einem Namen haben wir uns wirklich schwer getan. Bis David sagte: „Die rockt.“ In dem Augenblick war klar, dass wir dieses tolle Par 4 nach der mit Abstand besten Band benennen würden, die dieser Planet jemals gesehen hat.

7
Vuelta Atrás
Par 5, Handicap 9
Länge von gelb: 467 m
Länge von rot: 432 m

Kurios, aber zahlreiche Dinge klingen in anderen Sprachen einfach aufregender und bedeutender als auf Deutsch. Würdet ihr euch Säge oder Schrei im Kino anschauen oder bei Ikea einen Zuckerstreuer mit dem Namen Verborgen kaufen? Eben. Und wir fanden halt, dass Rückwendung nicht genügend Feuer, nicht genügend Drama hatte. Zum Glück gibt es Spanisch.

8, Lakes Course

Oulujärvi: Blick vom Abschlag zum Grün via riskante Route

8
Oulujärvi
Par 4, Handicap 3
Länge von gelb: 357 m
Länge von rot: 327 m

Du hast die Wahl. Entweder Risiko und den Abschlag direkt über den See spielen oder Sicherheit und auf das Fairway rechts davon gehen. Hier kommt das Wasser also wirklich voll ins Spiel, weshalb wir die Bahn nach dem fünftgrößten See Finnlands benannt haben. Per Augenmaß ist das nämlich die fünftgrößte Wasserfläche auf dem Lakes Course.

9
1001
Par 3, Handicap 7
Länge von gelb: 180 m
Länge von rot: 124 m

Nein, nein und nochmals nein. Das hat nichts mit Märchen oder irgendwelchen Geschichten mit bunten Kostümen, Kamelen und fliegenden Teppichen zu tun. Überhaupt nicht. Nein, der Name dieser Bahn ist unser Gruß an alle Informatikstudenten, Computerfreaks und Freizeitnerds.

10
Horny
Par 5, Handicap 16
Länge von gelb: 439 m
Länge von rot: 408 m

Der Name dieser Bahn hat eine gewisse Evolution hinter sich. Der ursprüngliche Vorschlag war Windy Eagle, da Marc Gorny bei den Student Masters hier den ersten Eagle seines Lebens gespielt hatte. Ja, und windig war es an dem Tag auch. Das war uns allerdings viel zu austauschbar, also gaben wir das intern mit Gorny’s Fluke auf die Liste. Allerdings hatten wir Angst, dass wir in Zukunft immer wieder erklären müssen, wer Gorny ist. Tja, und in exakt diesem Augenblick haben wir dann von Marcs Spitznamen erfahren. Weltklasse Name für so eine geile Bahn.

11
Coco
Par 4, Handicap 18
Länge von gelb: 302 m
Länge von rot: 274 m

Das erste Par 4 auf den Back Nine ist trotz aller Bunker, dem gut verteidigten Grün und dem Bach zwischen Abschlag und Fairway eine extrem fröhliche, unterhaltsame und lustige Bahn. Entsprechend hat sie von uns den Spitznamen vom vielleicht fröhlichsten, unterhaltsamsten und lustigsten Late Night-Talker in den USA bekommen, Conan O’Brien.

12
Smörgåsbord
Par 5, Handicap 4
Länge von gelb: 505 m
Länge von rot: 445 m

Wie ein kaltes Buffet präsentiert sich einem die Bahn nach dem Abschlag. Spielt man schon den zweiten Schlag rüber auf die andere Seite vom Wasserhindernis? Oder bleibt man noch auf der rechten Seite und greift mit dem dritten Schlag das Grün über das Wasser an? Wie man sich auch immer entscheidet, nach der Bahn ist man satt, zufrieden – und braucht dringend einen Schnaps.

13
Comtesse
Par 4, Handicap 6
Länge von gelb: 381 m
Länge von rot: 299 m

Die Bahn strahlt die Aura vornehmer Zurückhaltung aus, was jedoch täuscht. Hier braucht es die ganz große Action sowohl vom Abschlag als auch vom Fairway. Dennoch, das etwas zurückgezogen am Ende des Platzes liegende Grün gibt einem immer irgendwie das Gefühl, als würde die Bahn trotzdem gelangweilt in die andere Richtung gucken.

14
Oishii
Par 3, Handicap 12
Länge von gelb: 163 m
Länge von rot: 133 m

Eine wirklich pittoreske Bahn. Davon darf man sich aber nicht einlullen lassen, denn der Abschlag will schon akkurat gespielt werden. Die kleine Insel rechts im Wasser inspirierte die Verwendung der japanischen Sprache, das übersetzte und namensgebende Wort ist lecker.

15
Trondheim
Par 4, Handicap 2
Länge von gelb: 398 m
Länge von rot: 313 m

Mit 398 bzw. 313 Metern ist es zwar nur das zweitlängste Par 4 auf dem Lakes Course, durch Wasser und Bunker vor dem Grün fühlt es sich aber deutlich länger an, nämlich eher wie 1.820 Kilometer. Das entspricht ziemlich genau der Reisedistanz zwischen Lüdersburg und Trondheim – wenn man die Fähre von Göteborg nach Kristiansand nimmt und sich dann für die längere aber auch schönere Küstenstrecke über Stavanger und Bergen entscheidet.

16, Lakes Course

Duinen van Texel: Blick vom Grün zurück zum Abschlag auf der linken Seite

16
Duinen van Texel
Par 4, Handicap 8
Länge von gelb: 343 m
Länge von rot: 289 m

Auf den ersten Blick mag der Name täuschen, schließlich ist die 16 eine von insgesamt drei Bahnen auf dem Lakes Course ohne einen einzigen Sandbunker. Wir haben die Bahn vielmehr wegen des außergewöhnlich langen Küstenstreifens und der Lage direkt zwischen zwei Wasserflächen nach diesem Naturschutzgebiet an der Küste Hollands benannt. Ach ja, und weil der Name toll klingt, aber das versteht sich von selbst. Gemeinsam mit der 17 umschließt sie übrigens das gleiche Wasserhindernis, und da beide Bahnen wirklich vollgepackt sind mit jeder Menge Action wird dieser Abschnitt des Platzes auch gerne Michael’s Bay genannt.

17, Lakes Course

Feuerwerk: spektakuläre Action in Michael’s Bay dank Holzbrettern

17
Feuerwerk
Par 3, Handicap 10
Länge von gelb: 162 m
Länge von rot: 134 m

Das ist die zweite Bahn in Michael’s Bay. Wer schon einmal einen Ball mitten auf die schräg liegenden Holzbretter im Bunker vor dem Grün gespielt hat, versteht den Namen der Bahn sofort. Der Ball springt dann nämlich in einem spektakulär hohem Bogen in die Luft, vollzieht einen nahezu perfekten Parabelflug und klatscht dann mit voller Wucht in den See. Das ganze wird begleitet vom „Oh!“ und „Ah!“ der Flightpartner – und man selbst möchte gerne in die Luft gehen.

18
Escena Final
Par 5, Handicap 14
Länge von gelb: 447 m
Länge von rot: 437 m

Was bei den Student Masters 2007 aus einer Laune heraus entstand hat sich mittlerweile zu einem der Kernpunkte des Turniers entwickelt. Am Ende der Runde verbleiben alle Spieler am 18. Grün und empfangen die nachfolgenden Flights. So bildet sich nach und nach eine wirklich beeindruckende und an große, professionelle Golfturniere erinnernde Kulisse samt Applaus, enttäuschtem „Ooohh“ bei einem misslungenen Putt und 200% extra Druck auf den Spielern. Zusammen mit einem aufregenden Par 5 ergibt das wirklich eine tolle Schlussszene.

Wir wünschen viel Spaß bei den Student Masters!

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Kommentare [1] | Kategorien: Student Masters, Fakten

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Es gibt einen Kommentar:

Marc Gorny am 10.04.2011 um 23:19 Uhr:

hahaha…. WELT name für die 10 :D

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