Sonntag, 1. August 2010 | David | Permalink

Profigolf in Winsen, Teil 1 – Rückblick

In der vergangenen Woche haben sich zahlreiche junge, sportlich-ambitionierte, von oben bis unten durchtrainierte und auch noch extrem gut aussehende Golfer dazu entschieden, sich (quasi aus ganz Nordeuropa) auf den Weg nach Winsen zur Green Eagle Classic 2010 zu machen. Ein Hoch auf die gute Verkehrsanbindung und die stadtnahe Lage der Golfanlage, denn diese Jungs kamen nicht nur mit dem eigenen Auto, sondern vereinzelt tatsächlich auch mit Bahn und Fahrrad!

Gut, „zahlreich“ heißt in diesem Fall „fünf“, und zumindest Henning hat die letztgenannte Alternative genutzt – während Mark, Holger, Stefan und ich dann doch die benzingetriebene Variante gewählt haben. Wir haben uns einen halben Tag auf der Golfanlage herumgetrieben und einige Spieler auf dem Weg zur Golfelite begleitet.

Leaderboard

Auf der ganzen Anlage gab es tatsächlich genau ein Leaderboard. Mit genau drei Namen, mobil auf einem Golfcart befestigt.

Spieler auf dem 16. Grün

Das 16. Grün – und das Ende einer Par 5-Bahn, die (von weiß gespielt) 645 Meter lang ist und am Samstag durch ordentlich Gegenwind gefühlt mindestens noch einen Kilometer länger war.

Marcus Palm

Während sich die halbe Golfwelt (na gut, eher die amerikanische Golfwelt) über Marcel Siems „Austritt“ bei den Open 2010 aufregte, hat so was hier überhaupt keinen interessiert. Auch nicht Marcus Palm (Schweden), der nach zwei Tagen souveräner Führung auf dem Leaderboard ziemlich früh einsehen musste, dass der Samstag nicht sein großer Golftag werden sollte.

Gustav Adell

Der glückliche Sieger Gustav Adell aus Schweden hat es am Schluss mit Bogey an der 16, Triple Bogey an der 17 und einem Abschlag ins Wasser an der 18 noch mal richtig spannend gemacht. Nervenstärke beim finalen Putt zum Par rettete ihn aber vor einem Stechen mit Benjamin Miarka (Deutschland) und Rasmus Hjelm (Dänemark). In weiser Voraussicht auf seinen Sieg haben wir übrigens bereits letztes Jahr auch ein Foto von ihm in Winsen gemacht. Hat der Wahrsagerautomat auf dem Hamburger Frühlingsdom 2009 DOCH was gebracht.

Was gibt es noch zu sagen? Die offizielle Ergebnisliste wurde auf auf der EPD Tour-Seite veröffentlicht, und Ende August schauen wir auf jeden Fall zur ECCO Tour Championship noch mal in Winsen vorbei. Der Eintritt ist frei.

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Kommentare [4] | Kategorien: Profigolf, Unterhaltung

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Es gibt 4 Kommentare:

Felix S. am 01.08.2010 um 21:08 Uhr:

Hier nochmal ein kleines Resümee von mir als Helfer vom Donnerstag und Freitag. Am Samstag konnte ich nicht mit dabei sein:

Am Donnerstag wurde ich als Vorkaddie eingesetzt. Was man da macht? Man steht bzw. hat sogar einen Stuhl zum hinsetzten hinter dem Fairwaybunker auf der 1. Dort zeigt man den Spielern, welche versuchen das Grün anzugreifen an, ob ihr Ball es hinter den Wald geschafft hat, oder eben nicht.

Neben dem super Blick auf das Loch und einigen sehr schönen Drives (ca. 280m carry vom Abschlag bis in die Einfahrt des Grüns) lebt es sich dort ziemlich gefährlich. Da grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass man jeden Ball genau verfolgt, wird kein FORE gerufen. Das gestaltet sich doch bei bewölktem Himmel nicht immer so leicht. Da habe ich mich schon einige male erschreckt, als der Ball 5 Meter vor mir in den Boden gedroschen kam.

Da die 18 genau nebenan ist und die Bälle vom Abschlag in etwa auf meiner Höhe landeten, war diese Seite auch nicht gerade sicherer. Ich empfehle hier jedem einen Football Helm. Trotzdem hat das ganze sehr viel Spaß gemacht, da man meist die Bälle als erster im Wald gefunden hat und oft ein „Thanks buddy, I appreciate it.“ oder einfaches Dankeschön gehört hat.

Am Freitag war ich bei der „R-Kontrolle“, bei der der Reifendruck eine wesentliche Rolle spielt… Nein, Scherz. Hinter dem R- verbirgt sich Range und da hinter wiederum verbirgt sich der „Ballkörbe-vollmach-Typ“. Ist nicht so spannend, dafür hat man mehr Zeit um die reichlichen Getränkegutscheine einzulösen und öfters mal auf den anderen Bahnen vorbei zuschauen.

Insgesamt fand ich das ganze sehr schön und ich freue mich schon auf die Challange Tour nächsten Monat.

Achja, es sollte eine große Scorekarte an der 18 geben, die wurde vom Tour Organisator schlicht und einfach vergessen einzuladen. :-) Ich hoffe auch alle haben den coolen Ansager an der 1 mitbekommen! „I want to see birdys, eagles, condors and albatrosses and a whole on one for me. Now have fun and good game THE COURSE IS YOURS!“ Dazu im passenden Golf-Dress.

Schade nur, dass Malcom und Steffen, die local heros, beide keinen guten Tag erwischt haben. Malcolm (der Haus-Pro) soll dafür am Sonntag den perfekten Sänger beim Sommerfest gemacht haben und musste sich dafür auch noch „Er singt besser, als er Golf spielt“ anhören. ;-)

Hier noch ein paar Bilder dazu:

http://yfrog.com/nffoto0115rj (der coole Ansager!)
http://yfrog.com/0gfoto0112bj (keine optimale Lage des Balls)
http://yfrog.com/5dfoto0114ej (die 18)

David am 01.08.2010 um 21:19 Uhr:

Hey Felix, danke für den Bericht und die Fotos! Was Du noch vergessen hast zu erwähnen: Der Starter in den „echten“ Klamotten hat so ziemlich schlimmste englische Aussprache, die ich je in meinem Leben gehört habe – da ist der Herr Oettinger ja Mr. Oxford dagegen. … :-) Kommt der von Euch aus dem Club, oder ist der von der PGA / EPD-Tour?

Felix S. am 01.08.2010 um 21:29 Uhr:

Keine Ahnung wo der her kam. Ich fand ihn sehr lustig, so möchte ich auch mal angekündigt werden. Der spricht bestimmt so ein Englisch aus dem hintersten Schottland, so etwas wie Bayrisch oder so… :-)

David am 02.08.2010 um 07:58 Uhr:

@ Felix: Der Kollege kam 100% nicht aus England, Schottland oder Wales :-)

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